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Taking care of grandfather Marx?

Linker Feminismus und marxsche Gesellschaftskritik. Zu Beginn der Veranstaltung wird es einen thematischen Einstieg geben. Wir möchten damit die Situation der Reproduktionsverhältnisse im 21. Jh. umreißen, die durch eine  Inanspruchnahme von Frauen im Bereich der Erwerbstätigkeit und gleichzeitig durch eine Verringerung der sozialstaatlichen Unterstützung gekennzeichnet ist. Im Unterschied zur feministischen Diskussion vor 30 Jahren die vor allem die Bedeutung von unbezahlter Reproduktionsarbeit fokussierte geht es heute darum, die gesellschaftliche Bedeutung von bezahlter Haus- und Pflegearbeit zu erfassen.

„Taking care for Marx“ wird also versuchen, die traditionell schwierige Beziehung zwischen Feminismus auf der Höhe der Zeit entlang folgender Fragen zu umreißen. 

Wie sind die Veränderungen in den Reproduktionsverhältnissen aus einer kritisch-materialistischen Perspektive zu beschreiben? Wie wäre eine „Kritik der politischen Ökonomie“ zu formulieren, die eine feministische Perspektive einbezieht? Wichtig erscheint uns dabei eine Überprüfung, was die Auseinandersetzung mit marxistischer Gesellschaftskritik für einen materialistischen Feminismus ermöglicht. Welche Leerstellen werden an dem marxistischen Wertbegriff diesbezüglich gesehen? Welche gesellschaftlichen Verhältnisse lassen sich beschreiben, welche nicht?
Podiumsveranstaltung ohne Podium mit Felicita Reuschling, Anja, Lisa Haller und Max Henninger.

Werkstatt der Kulturen, Freitag 20.00-22.00, Raum, Großer Saal.