queerfeminismus und oekonomiekritik
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Halbinseln gegen den Strom. Anders leben und wirtschaften im [queerfeministischen] Alltag?

Friederike Habermann berichtet in ihrem Buch von konkreten Projektbeispielen und über verschiedene Erfahrungen mit anderem Leben und Wirtschaften.

Als Grundgedanken formuliert sie: Neue Denk- und Handlungshorizonte entstehen nur im Zusammenspiel von verändertem materiell-ökonomischen Alltag und sich verändernden Identitäten, denn eine Veränderung von Strukturen und die Veränderung von Menschen bedingen und ermöglichen sich erst gegenseitig. Hiermit nimmt sie queertheoretische Erkenntnisse als Grundlage für ein anderes Wirtschaften mit der Perspektive auf eine andere Welt. 

Wie aber kann so etwas konkret aussehen, welche Ansätze werden gelebt? Welche Räume und Möglichkeiten gibt es, wo die Lust am Tun den (Zwang zum) Tausch ersetzt? Welche Erfahrungen können die scheinbare Natürlichkeit kapitalistischer Logik aufbrechen? (Inwiefern) Trägt es bereits zur Entfremdung bei, wenn ich meine Fähigkeiten nur ausübe, wenn ich sie gegen etwas eintauschen kann? (Wie) Lässt sich dem Zwang der Verwertung entkommen? Welche Erfahrungen gibt es mit Prinzipien wie beitragen statt tauschen, teilen statt kaufen, vertrauen statt kontrollieren? 

Und: Inwiefern trifft das Beschriebene auch auf explizit queerfeministische Projekte zu? Gibt es da andere Erfahrungen? Wann, wie, warum sind die „Halbinseln" Formen alternativer Reproduktionsarbeiten? Über all diese Fragen können wir anknüpfend an die Buchvorstellung gemeinsam ins Gespräch kommen.

Buchvorstellung und Diskussion mit Frederike Habermann.

Werkstatt der Kulturen, Samstag 18.30-20.30, Raum 2.